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Mitgliederversammlung der Gewerkschaft der Polizei Ennepe-Ruhr am 29.11.2005

Neustruktierung und kein Ende

In seiner Rede stellte der Vorsitzende Peltz heraus, dass es in immer kürzeren Abständen mal wieder um die Neustrukturierung der Kreispolizeibehörden geht. War es noch vor der Landtagswahl so, dass der Ennepe-Ruhr-Kreis dem PP Bochum angegliedert werden sollte, so wurde jetzt entschieden, dass der Ennepe-Ruhr-Kreis als Kreispolizeibehörde selbstständig bleibt und die Leitung der Behörde dem Landrat untersteht. Unter dieser Behördenstruktur steht die Entscheidung des IM aus, ob der Ennepe-Ruhr-Kreis im Rahmen der Einräumigkeit der Verwaltung planen soll. Dies bedeutet, gibt es eine Kreispolizeibehörde mit oder ohne die Stadt Witten.
Auch Arnold Plickert vom GdP Landesvorstand verdeutlichte den Problembereich bei der äußeren und inneren Neuorganisation der Polizei.

Ziel einer wie auch immer durchzuführenden Neuordnung der Kreispolizeibehörden muss es sein mehr Polizeivollzugsbeamte/innen auf die Straße zu bringen, um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten, so der Kreisgruppenvorsitzende Peltz. Aber auch die Auswirkungen für die Mitarbeiter/innen ob als Beamte oder Tarifbeschäftigte werden wir als GdP nicht aus den Augen verlieren.


Ein weiteres Thema ist die Personalstärke bei der Polizei. Aktuell verfügt die Behörde über 314 Polizeivollzugsbeamte/innen, wenn die „Köpfe“ gezählt werden. Durch Abordnungen, Elternzeit, Fortbildungen, Teilzeit etc. reduziert sich diese Zahl auf 300.

Die Entwicklung der nächsten Jahre sieht so aus, dass den jährlichen Einstellungen von 480 Polizeibeamten mehr Pensionierungen entgegenstehen. Das wird auch durch die Verlängerung der Lebensarbeitszeit nicht kompensiert werden können. Bis zum Jahr 2010 werden mehr als 1.400 Planstellen dadurch abgebaut, was sich dementsprechend auch im Ennepe-Ruhr-Kreis auswirken wird. Gegen die Personalreduzierungen helfen auch keine organisatorischen Lösungen.
Darüber hinaus stellte Arnold Plickert heraus, dass die Altersstruktur bei der Polizei ein wichtiger zu berücksichtigender Gesichtspunkt darstellt. Die „Überalterung“ wird erheblich zunehmen.

Im Rahmen der Neuwahlen zum Kreisgruppenvorstand wurde Rainer Peltz von den Teilnehmer/innen der Jahreshauptversammlung einstimmig für die nächsten vier Jahre wiedergewählt.

Zu seinem Vertreter wurde Peter Beckmann, sowie als weitere Vorstandsmitglieder Jürgen Reith und Uwe Brüggemann gewählt. Der Kreisgruppenvorstand wird vervollständigt durch Sylke Wolferts, Mareike Lorenz, Sonja Vatheuer und Udo Gemander

Der Landrat Dr. Brux machte seine Einstellung zur Neuordnung der KPB deutlich. Eine Umsetzung wird erst erfolgen, wenn vom Innenminister eine Entscheidung zur „Einräumigkeit der Verwaltung“ getroffen wurde. Er würdigte die gute Zusammenarbeit mit der GdP.


Im Grußwort der Landtagspräsidentin Regina van Dinther (CDU) sprach sie die Problematik der Neuordnung an. Die Innere Sicherheit hat hohe Priorität bei der CDU.


Stellvertretend für die anwesenden Landtagsabgeordneten der SPD - Hubertus Kramer sprach sich Thomas Stotko dafür aus, dass eine Neuordnung unter Einbeziehung von Witten nur Sinn mache, wenn sich dies positiv auswirken würde.


Im Verlauf der Mitgliederversammlung wurden auch langjährige Mitglieder der GdP vom Kreisgruppenvorsitzenden und dem Landesbezirksvorstandsmitglied Arnold Plickert geehrt.

40-jährige Mitgliedschaft: Wolfgang Brandt, Gerd Dahlmann, Karl-Heinz Hartfiel, Rita Stuhl und Walter Wortmann

25-jährige Mitgliedschaft: Horst Biallas, Ralf Brink, Hans-Peter Cleff, Ulrich Cremer, Markus Faßbender, Bodo Hass, Klaus Leibrich, Joachim Lorenz, Uwe Mertens, Peter Scherpeltz, Hans Werner Schmidt, Martin Tomann, Peter von Prondzinski und Michael Zimmermann

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